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Unsere Bundesliga-Gegner am Wochenende:
RKG Freiburg 2000
Am Sa. trifft die RWG auf die Staffel der RKG Freiburg 2000. Der Bundesligastart
ging für die Mannschaft aus dem Breisgau gründlich daneben.
In welcher Aufstellung die RKG am Sa. auftaucht, lässt sich schwer
voraussagen. Immerhin stehen mit dem Griechen Kiouregian (60 kg G),
dem ungarischen Meister von 2007 Komaromi (66 kg G) und dem aktuellen
deutschen Vizemeister Viktor Reh (84 kg G) einige sehr starke Leute
im Kader.
Die Stadt Freiburg muss als absolute deutsche Ringerhochburg bezeichnet
werden. Denn Freiburg mit seinen traditionsreichen Ringervereinen
AV Germania Freiburg-St. Georgen (1887), ASV Germania 1885 Freiburg
und dem SV Freiburg -Haslach (1895), gehörte in den 70er Jahren zu
den Hochburgen des bundesdeutschen Ringkampfsports. Vor allem Haslach
und St. Georgen brachten durch ihre hervorragende Jugendarbeit nicht
nur immer wieder starke Einzelkämpfer hervor, sondern spielten auch in
den Ringerbundesligen mehr als ein Jahrzehnt eine herausragende Rolle.
Waren die Athleten aus St. Georgen seit Gründung der Bundesliga im
Jahre 1964 in der höchsten deutschen Leistungsklasse vertreten, erreichte
der 11 Jahre später auch der SV Freiburg Haslach den Aufstieg in das
„Ringeroberhaus“. 1968/69 wurde St. Georgen 3. Deutscher Mannschaftsmeister,
nahm 1973 erstmals am Europacup der Freistilmannschaften in
der damaligen UdSSR erfolgreich teil, musste aber 1979 durch die Reduzierung
der BL in die 2. Liga absteigen. 1982 erreichte der SV Haslach
das Halbfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft, zwei Jahre
später fand man sich in der Regionalliga wieder. Gegen Ende der 80er
Jahre mussten beide Vereine den hohen, auch finanziellen Ansprüchen
ihren Tribut zollen und konnten den Abstieg nicht mehr verhindern. Der
AV Freiburg St. Georgen befand sich nun in der 2. BL, der SV Haslach in
der Regionalliga. Klangvolle Namen – allen voran das „deutsche Ringeridol“
Adolf Seger (Welt- und Europameister, Olympiadritter) – wie
Edmund Seger, Werner Hettich, Mario Sabatini, Uwe Sachs, Klaus
Riesterer, Eduard Giray und Harald Göschel, um nur einige zu nennen,
sowie unzählige Nachwuchstalente beider Vereine prägten die Sportszene
in Freiburg. Zwei Olympische Medaillen, mehrere Welt- und Europameistertitel
im Senioren-, Junioren- und Jugendbereich gingen an Sportler
dieser beiden Vereine. Zahlreiche Deutsche Meisterschaften, viele
Länderkämpfe und vor allem die Internationalen Turniere, die in Freiburg
ihren Anfang nahmen, waren national und international ein hervorragender
Werbeträger der Stadt.
Heute müssen sich die beiden Freiburger Ringervereine unter ganz anderen
Gesichtspunkten messen lassen. Das altersbedingte Ausscheiden erfolgreicher
Leistungsträger sowie eine übermächtige Konkurrenz von „Event“-
Sportarten wie Fußball, Eishockey und Basketball drängten die Vereine
immer mehr an den sportlichen Rand, die ständigen Regeländerungen trugen
noch ihren Teil dazu bei. Somit lag es nahe die Kräfte zu bündeln und über
ein neues Konzept Ringen in Freiburg nachzudenken. So kam es zur
Gründung der RKG Freiburg 2000, was letztlich die Zukunft des Athletiksportes
in Freiburg sicherte. Fernziel ist es wieder an alte Zeiten anzuknüpfen.
SC Siegfried Kleinostheim
Mit dem SC Siegfried stellt sich heute der Top-Favorit der 2. Bundesliga West
(mit dem KSV Seeheim) im Bergheim in Königshofen vor. Kleinostheim ist
eine der ganz traditionsreichen Ringerhochburgen des Untermains. So gab es
in der Vorkriegszeit dort gar zwei konkurrierende Athletikvereine, neben dem
SC Siegfried den SV Vorwärts. Zweimal war der SCS in der 1. Liga. In den
sechziger Jahren zog man schon nach drei Kämpfen zurück, als drei Ringer
an der Waage ihre Unzufriedenheit mit ihrer Entlohnung demonstrierten. In
der Saison 2006 blieb man ohne Punkt. In der Vorsaison musste sich die
RWG II in Kleinostheim mit einem Punkt geschlagen geben. Den Rückkampf
konnte die RWG mit einem Punkt gewinnen. Nachdem der SC lange
Zeit die Tabelle angeführt hatte, musste man schließlich Bonn davonziehen
lassen. Heimlich werden sich einige Kleinostheimer Funktionäre gefreut haben,
dass ihnen so der Aufstieg erspart worden ist. Zumindest in diesem Jahr.
Der hohe Standard des Ringens in Kleinostheim hat seine Ursache in der hervorragenden
Jugendarbeit früherer Jahre. Leider sind dem SC viele starke
Sportler verloren gegangen. U. a. ringen Benny Stange und Peter Weisenberger
bekanntlich für die RWG. So musste man sich auf dem Transfermarkt
umsehen. Man ist fündig geworden. Vor allem in Schorndorf. Denn mit
Jakuschew (57 kg), Panasiuk (76 kg G) und Malinowski (122 kg) fand man
dort gleich drei passende Verstärkungen. Für ihre drei Gegner von der RWG
– Nayden Ivanov, Kevin Müller, Marthin Nielsen) – ist mindestens ein Sieg
möglich. Der vierte Neue, Charempasvili (86 kg G), früher Unterelchingen,
ist sehr stark einzustufen. Neuerwerbung Nr. 5, Jan Gündling (68 kg G) ist in
Mömbris wohl bekannt, wurde er doch hier zum starken Ringer geformt.
Die anderen fünf Ringer sind alte Bekannte. Tobias Jung (86 kg F) gehört zur
erweiterten deutschen Spitze. Ein starker Mann ist auch Christian Kotschner.
Hier kann Tim Heininger beweisen, ob er in der neuen Gewichtsklasse konkurrenzfähig
ist. Leicht favorisiert ist Sebastian Christoffel gegen Altmeister
Kunz. Jens Rung (gegen Daniel) und Arcadie Tzopa (gegen Skaskiewicz)
sollten sichere Siege einfahren. Die Schlüsselgewichtsklasse könnte das
Mittelgewicht (86 kg) sein. Jung wird man kaum Paroli bieten können. Aber
im Greco ist Georgi Zayakov in Liga 2 immer für einen Sieg gut. Allerdings
muss man hinter all diese Prognosen gleich mehrere Fragezeichen setzen.
Welche Sportler stehen zur Verfügung? Wie ist der Trainingszustand?
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