RWG aktuell:
Alle 3 RWG-Staffeln ganz vorne in den Ligen

40:0 - Freiburg ohne Biss, dafür mit viel Übergewicht

Was soll man nach einem solchen Kampf resümieren? Für Freiburg war der Bundesligakampf bei der RWG der krönende Abschluss eines Vereinsausflugs, so hatte es zumindest bei den ersten 5 Kämpfen den Anschein. Angetreten mit 2 übergewichtigen Atlethen (4,2 und 8,6 kg!!) agierten die Breisgauer als Statisten auf der Matte, was sich in einer reinen Kampfzeit von 15 Min. 41 Sekunden niederschlug. Im zweiten Durchgang versuchte der eine oder andere Ringer auf Seiten der Freiburger ansatzweise Ringkampfsport zu zeigen. Schnell abhaken und versuchen, den Fans zu erklären, dass so etwas normalerweise nicht vorkommt und mit unserer schönen und spannenden Sportart nichts zu tun hat, das sollte jetzt die hauptaufgabe sein.
Die RWG ist damit Tabellenzweiter in derBundesliag Wesst.

28:12 - Sieg gegen Kleinostheim - die 2. Mannschaft hat gut vorgelegt!

In einem sehenswerten Zweitligakampf konnte Kleinostheim nie wirklich gefährlich werden. Ein gefestigter Naiden Ivanov, ein pfeilschneller Ibrahim Fallacara, ein ausgefuchster Arcadie Tzopa, ein brandgefährlicher Georgi Zayakov legten den Grundstein zu diesem klaren Sieg. Highlight der Fight Bengt Trageser - Jan Gündling, in dem Bengt bereits 0:2 zurück lag und den Kampf dennoch für sich entscheiden konnte. Auch der Neuzugang Marthin Nielsen, der mit 2 spektakulären Aktionen in er 120kg-Klasse punktete, konnte voll überzeugen.
Die RWG II ist damit Tabellenfürer in der 2. Bundesliga Mitte

40:0 - Auch die "Dritte" mit Kantersieg gegen Rumpfmannschaft aus Fulda

Auf der Matte hieß es nach 9 Kämpfen 31-8. Die Wertung des Kampfes lautet allerdings 40-0 für die RWG III, da Fulda nur mit 9 Mann antrat und davon noch 2 Übergewicht hatten. Die sportliche Einstellung von Vereinen, die so desolat in fremden Hallen auftreten, sollte mal gründlich überdacht werden. Eine Verletzungsmisere kann am 2. Kampftag einer Runde wohl nicht als Ausrede für solche Witz-Aufstellungen dienen.
Die RWG III ist damit Tabellenfürer in der Hessenliga

Gratulation an Oldrik Wagner, der bei der Militär-WM in Lahti die Bronze-Medaille errungen hat. Das lässt auf eine Super-Bundesliga-Saison für Oldrik hoffen.
Der RWG-Ergebnisdienst hat bei den ersten 3 Kämpfen funktioniert. Nun möchten wir noch Kritik und Anregungen hören, wie wir diesen Dienst verbessern und noch interessanter gestalten können. Hierzu bitten wir um rege Mitarbeit.

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Unsere Bundesliga-Gegner am Wochenende:

RKG Freiburg 2000

Am Sa. trifft die RWG auf die Staffel der RKG Freiburg 2000. Der Bundesligastart ging für die Mannschaft aus dem Breisgau gründlich daneben. In welcher Aufstellung die RKG am Sa. auftaucht, lässt sich schwer voraussagen. Immerhin stehen mit dem Griechen Kiouregian (60 kg G), dem ungarischen Meister von 2007 Komaromi (66 kg G) und dem aktuellen deutschen Vizemeister Viktor Reh (84 kg G) einige sehr starke Leute im Kader.
Die Stadt Freiburg muss als absolute deutsche Ringerhochburg bezeichnet werden. Denn Freiburg mit seinen traditionsreichen Ringervereinen AV Germania Freiburg-St. Georgen (1887), ASV Germania 1885 Freiburg und dem SV Freiburg -Haslach (1895), gehörte in den 70er Jahren zu den Hochburgen des bundesdeutschen Ringkampfsports. Vor allem Haslach und St. Georgen brachten durch ihre hervorragende Jugendarbeit nicht nur immer wieder starke Einzelkämpfer hervor, sondern spielten auch in den Ringerbundesligen mehr als ein Jahrzehnt eine herausragende Rolle. Waren die Athleten aus St. Georgen seit Gründung der Bundesliga im Jahre 1964 in der höchsten deutschen Leistungsklasse vertreten, erreichte der 11 Jahre später auch der SV Freiburg Haslach den Aufstieg in das „Ringeroberhaus“. 1968/69 wurde St. Georgen 3. Deutscher Mannschaftsmeister, nahm 1973 erstmals am Europacup der Freistilmannschaften in der damaligen UdSSR erfolgreich teil, musste aber 1979 durch die Reduzierung der BL in die 2. Liga absteigen. 1982 erreichte der SV Haslach das Halbfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft, zwei Jahre später fand man sich in der Regionalliga wieder. Gegen Ende der 80er Jahre mussten beide Vereine den hohen, auch finanziellen Ansprüchen ihren Tribut zollen und konnten den Abstieg nicht mehr verhindern. Der AV Freiburg St. Georgen befand sich nun in der 2. BL, der SV Haslach in der Regionalliga. Klangvolle Namen – allen voran das „deutsche Ringeridol“ Adolf Seger (Welt- und Europameister, Olympiadritter) – wie Edmund Seger, Werner Hettich, Mario Sabatini, Uwe Sachs, Klaus Riesterer, Eduard Giray und Harald Göschel, um nur einige zu nennen, sowie unzählige Nachwuchstalente beider Vereine prägten die Sportszene in Freiburg. Zwei Olympische Medaillen, mehrere Welt- und Europameistertitel im Senioren-, Junioren- und Jugendbereich gingen an Sportler dieser beiden Vereine. Zahlreiche Deutsche Meisterschaften, viele Länderkämpfe und vor allem die Internationalen Turniere, die in Freiburg ihren Anfang nahmen, waren national und international ein hervorragender Werbeträger der Stadt. Heute müssen sich die beiden Freiburger Ringervereine unter ganz anderen Gesichtspunkten messen lassen. Das altersbedingte Ausscheiden erfolgreicher Leistungsträger sowie eine übermächtige Konkurrenz von „Event“- Sportarten wie Fußball, Eishockey und Basketball drängten die Vereine immer mehr an den sportlichen Rand, die ständigen Regeländerungen trugen noch ihren Teil dazu bei. Somit lag es nahe die Kräfte zu bündeln und über ein neues Konzept Ringen in Freiburg nachzudenken. So kam es zur Gründung der RKG Freiburg 2000, was letztlich die Zukunft des Athletiksportes in Freiburg sicherte. Fernziel ist es wieder an alte Zeiten anzuknüpfen.

SC Siegfried Kleinostheim

Mit dem SC Siegfried stellt sich heute der Top-Favorit der 2. Bundesliga West (mit dem KSV Seeheim) im Bergheim in Königshofen vor. Kleinostheim ist eine der ganz traditionsreichen Ringerhochburgen des Untermains. So gab es in der Vorkriegszeit dort gar zwei konkurrierende Athletikvereine, neben dem SC Siegfried den SV Vorwärts. Zweimal war der SCS in der 1. Liga. In den sechziger Jahren zog man schon nach drei Kämpfen zurück, als drei Ringer an der Waage ihre Unzufriedenheit mit ihrer Entlohnung demonstrierten. In der Saison 2006 blieb man ohne Punkt. In der Vorsaison musste sich die RWG II in Kleinostheim mit einem Punkt geschlagen geben. Den Rückkampf konnte die RWG mit einem Punkt gewinnen. Nachdem der SC lange Zeit die Tabelle angeführt hatte, musste man schließlich Bonn davonziehen lassen. Heimlich werden sich einige Kleinostheimer Funktionäre gefreut haben, dass ihnen so der Aufstieg erspart worden ist. Zumindest in diesem Jahr. Der hohe Standard des Ringens in Kleinostheim hat seine Ursache in der hervorragenden Jugendarbeit früherer Jahre. Leider sind dem SC viele starke Sportler verloren gegangen. U. a. ringen Benny Stange und Peter Weisenberger bekanntlich für die RWG. So musste man sich auf dem Transfermarkt umsehen. Man ist fündig geworden. Vor allem in Schorndorf. Denn mit Jakuschew (57 kg), Panasiuk (76 kg G) und Malinowski (122 kg) fand man dort gleich drei passende Verstärkungen. Für ihre drei Gegner von der RWG – Nayden Ivanov, Kevin Müller, Marthin Nielsen) – ist mindestens ein Sieg möglich. Der vierte Neue, Charempasvili (86 kg G), früher Unterelchingen, ist sehr stark einzustufen. Neuerwerbung Nr. 5, Jan Gündling (68 kg G) ist in Mömbris wohl bekannt, wurde er doch hier zum starken Ringer geformt. Die anderen fünf Ringer sind alte Bekannte. Tobias Jung (86 kg F) gehört zur erweiterten deutschen Spitze. Ein starker Mann ist auch Christian Kotschner. Hier kann Tim Heininger beweisen, ob er in der neuen Gewichtsklasse konkurrenzfähig ist. Leicht favorisiert ist Sebastian Christoffel gegen Altmeister Kunz. Jens Rung (gegen Daniel) und Arcadie Tzopa (gegen Skaskiewicz) sollten sichere Siege einfahren. Die Schlüsselgewichtsklasse könnte das Mittelgewicht (86 kg) sein. Jung wird man kaum Paroli bieten können. Aber im Greco ist Georgi Zayakov in Liga 2 immer für einen Sieg gut. Allerdings muss man hinter all diese Prognosen gleich mehrere Fragezeichen setzen. Welche Sportler stehen zur Verfügung? Wie ist der Trainingszustand?
D & W-Pool